Lucien Castaing-Taylor – The Film Study Center at Harvard University

Castaing-Taylor ist ein Anthropologe, dessen Arbeit versucht, die negativen Fähigkeiten der Kunst mit einer ethnografischen Bindung an den Fluss des Lebens zu verbinden. Seine Arbeiten befinden sich in der ständigen Sammlung des New Yorker Museum of Modern Art und des British Museum und wurden auf der Biennale in Venedig, der Documenta, der Tate, dem Centre Pompidou, dem MoMA, dem Whitney Museum of American Art, der Berliner Kunsthalle, dem PS1, der Whitechapel Gallery und dem Londoner Institute of Contemporary Arts ausgestellt. Seine Filme und Videos liefen u.a. in Berlin, Locarno, New York, Toronto, Venedig.

Zu Castaing-Taylors Werken gehören Sweetgrass (2009, mit Ilisa Barbash), ein Film, der dem amerikanischen Westen und den 10.000 Jahren unruhiger Unterbringung zwischen Menschen und Tieren nach der Altsteinzeit eine unsentimentale Elegie bietet, und Canst Thou Draw Out Leviathan with a Hook? (2012-2016, mit Verena Paravel), ein vierteiliges Projekt über die Menschheit und das Meer. Leviathan (2012), Still Life/ Nature Morte (2014) und elf seiner anderen Werke wurden 2014 in die Whitney Biennale aufgenommen. 2015 vollendete er zusammen mit Ernst Karel und Verena Paravel die Installation Ah humanity!, der von der Katastrophe vom 11.3.11 in Fukushima ausgeht und die Zerbrechlichkeit und Torheit der Menschheit im Zeitalter des Anthropozäns reflektiert. Es wurde im französischen Nationalarchiv im Hôtel de Soubise in Paris und im Science Center in Harvard installiert. Seine neuesten Arbeiten, die von der documenta 14 in Auftrag gegeben wurden, sind somniloquies (2017, mit Paravel), Commensal (2017, mit Paravel) und Caniba (2017, mit Paravel).

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